27.06.2018

Eichenprozessionsspinner

Der Eichenprozessionsspinner ist ein Schädling der Gattung der Falter. Bis vor wenigen Jahren beschränkte sich sein Verbreitungsraum im Wesentlichen auf die iberische Halbinsel, Süd- und Mitteleuropa, östlich bis in den Süden Russlands und Vorderasien. Nunmehr erobert er – wahrscheinlich infolge günstiger klimatischer Verhältnisse – weite Teile von Europa und damit auch Deutschland. In diesem Jahr werden in der hiesigen Region auffällig viele Nester dieser Tiere festgestellt, was insofern problematisch ist, weil die Raupen ab dem dritten Larvenstadium (April, Mai, Juni) giftige Brennhaare ausbilden, die für Menschen und Haustiere bei Kontakt gesundheitsschädlich sind und heftige allergische Reaktionen verursachen können.

Aus diesem Grund sind die Mitarbeiter eines beauftragten Schädlingsbekämpfungs-unternehmens aktuell damit befasst, Eichenprozessionsspinner sowie ihre Nester an betroffenen Eichen im öffentlichen Verkehrsraum aufzuspüren und zu vernichten. Da es allerdings aufgrund der Vielzahl nicht möglich ist, nach Erhalt eines Hinweises immer sofort eine Bekämpfung vorzunehmen, werden in vielen Fällen zunächst einmal durch Mitarbeiter des Baubetriebshofes Warnhinweises angebracht. Die eigentliche Bekämpfung erfolgt dann nach der Reihenfolge des Meldungseinganges bzw. nach dem Gefährdungsgrad.

Falls ein Befall in einer öffentlichen Grünanlage festgestellt wird, stehen hier folgende Ansprechpartner zur Verfügung:

Friederike Becks
Tel.: 02593-9522123
› becks(at)ascheberg.de

Gisela Voß
Tel.: 02593-9522122
› voss(at)ascheberg.de

Für den Fall der Feststellung von Eichenprozessionsspinnern auf einer privaten Eiche ist Folgendes zu beachten:

- Befallene Eichen sollten mit Flatterband kenntlich gemacht werden.

- Die Nähe einer betroffenen Eiche sollte gemieden werden, da auch unterhalb des Baumes am Boden liegende Brennhaare zu allergischen Reaktionen führen kön-nen.

- Die Raupen und die Nester sollten niemals berührt werden.

- Das Entfernen der Raupen und der Nester sollte nur von Fachkräften durchgeführt werden.

- Falls es trotzdem zu einem Hautkontakt gekommen ist, sollte es beim Auftreten der typischen Reaktionen (allergische Hautreaktionen, Bindehautentzündungen, Reit-zungen der Atemwege) vermieden werden, sich zu kratzen, da die Härchen dadurch tiefer in die Haut geraten. In diesen Fällen ist der Juckreiz mit kaltem Was-ser zu lindern.

- Falls die Brennhärchen ins Auge geraten sind, ist es mit viel Wasser auszuspülen. Ferner ist es ratsam, sich zu duschen, die Haare waschen und den Hausarzt zu in-formieren.

- Da die Brennhärchen auch über Kleidung, Schuhe und sonstigen Bedarfsgegen-stände des täglichen Lebens in die Wohnung getragen werden können, wird gera-ten, befallene Kleidung wechseln und bei mindestens 60 Grad waschen.

- Auf Holzfällungs- und Pflegemaßnahmen an betroffenen Eichen sollte selbstver-ständlich verzichtet werden, solange Raupennester erkennbar sind.